2014

 

(EN)  In "one for two", a second-order world (pictures sourced from a live style magazine) is indexically connected with the photographic output due to a specially developed photographic recording technology.  

 

The texture of printed paper plays an important role in the visual investigations. The nature of a magazine page (printed double-sided with editorial articles and advertising) implies the impossibility to see front and back page next to each other. However, both sides are made visible at the same time by employing a light source. By photographing the optically merged pages, new associations of images and text arise - a dialogue starts. 

 

Although "one for two" visually works as a collage, it is none. While operating within the structure of the magazine, the consecutive pages dictate what we will see.  

 

The conscious framing elicits alternative interpretations and offers another perspective on the print medium. With this work Jana Hartmann was looking for something that already exists but has the potential to yield something else.  The original magazine pictures condense into portraits that reflect the zeitgeist of our commercialized society.  

 

 

(DE)  Im Fokus der Serie "one for two" steht das gedruckte Medium und hier im speziellen die Bildinhalte und -gestaltung verschiedener Ausgaben eines Lifestyle-Magazins. Dabei verbindet sich eine Welt zweiter Ordnung (Abbildungen im Magazin) indexikalisch mittels einer eigens entwickelten fotografischen Aufnahmetechnologie mit dem bildhaften Output. 

 

Die Beschaffenheit von gedrucktem Papier spielt bei den visuellen Erkundungen eine maßgebliche Rolle. Die leichte Transparenz der Magazinseiten ermöglicht das gleichzeitige Sichtbarmachen von Front- und Rückseite unter Zuhilfenahme einer Lichtquelle. Der daraus resultierende Dialog aus Bild und Bild bzw. Bild und Wort wird fotografisch festgehalten und offenbart durch ein gezieltes Framing neue Lesarten. 

 

Auch wenn die Fotografien visuell suggerieren, dass sie als bewusst kreierte Collagen produziert wurden, so ergibt sich ihre Bildschöpfung doch aus der Struktur des Magazins: die aufeinanderfolgenden Seiten bestimmen, was wir sehen.

 

Durch die gewählten Bildausschnitte werden dem bereits Vorhandenem neue Interpretationsmöglichkeiten entlockt und eine weitere Sichtweise auf das Printmedien offeriert. Die Magazinabbildungen verdichten sich in den vorliegenden Fotografien zu Gesellschaftsportraits, die auf ihre Weise den Zeitgeist unserer kommerzialisierten Welt widerspiegeln.