2015 - 2018

 

(EN)   Some of the millions of rocky planets in our Milky Way could support life. Between fear and expectation, physics and metaphysics, faith

and skepticism, the idea of intelligent extraterrestrial life has tantalized us for centuries. Yet knowledge is elusive.

 

In “93 billion light years,” German photographer Jana Hartmann combines studio and landscape photography with archival research at space centers in New Mexico and Texas to explore humanity’s ambivalent relationship with the interstellar unknown, the potential of the uncertain, 

and our yearning to meet our neighbors in the astral void.

 

Hartmann’s curiosity about the universe was sparked by a childhood fairy tale about the rescue of a star that had dropped from the sky.

 

“93 billion light years” embodies that same sense of wonder, marrying the imaginary and the real through a visual practice that incorporates scientific drawings, performance, studio modeling, and landscapes. 

 

 

(DE)  Das beobachtbare Universum bemisst sich derzeit auf 93 Milliarden Lichtjahre. Bereits innerhalb von diesem unermesslich großen Durchmesser stoßen wir an die Grenzen unserer Wahrnehmung. Dennoch oder gerade deshalb richtet die Menschheit ihren Blick nach oben ins Universum, auf der Suche nach Antworten auf die grundlegendsten Fragen: Woher kommen wir? Wovon sind wir ein Teil? Wer oder was existiert neben uns?

 

In unserer Milchstrasse gibt es Millionen von Gesteinsplaneten. Einige von ihnen bieten Umweltbedingungen, welche die Entstehung von Leben -so wie wir es kennen - begünstigen. Zwischen Angst und Erwartung, Physik und Metaphysik, Glaube und Skepsis beschäftigt sich die Menschheit seit Jahrhunderten mit der Idee von außerirdischer Intelligenz.

 

In ihrem Werk "93 billion light years" erkundet Jana Hartmann das ambivalente Verhältnis des Menschen zum Ungewissen und das Potenzial des interstellaren Unbekannten, dessen Interpretation unserer Fantasie überlassen bleibt - genau diese Imaginationskraft, welche die Landung des Menschen auf dem Mond und die Existenz außerirdischen Lebens frühzeitig möglich erscheinen ließ. 

 

In ihrer Arbeit kombiniert die Künstlerin Portraits von Landschaften mit Fotografien von Performances, Inszenierungen und Studiomodellen, um ihre Rechercheerkenntnisse in Bilder zu fassen. Ergänzt werden diese Aufnahmen durch Archivmaterial, welches Jana Hartmann in den Raumfahrtforschungszentren in Texas und New Mexico, USA, zusammentrug.

 

Ihre Neugier auf das Universum entspringt einem Märchen über die Rettung eines vom Himmel gefallenen Sterns, welches sie in Ihrer Kindheit oft vorgelesen bekam.  Dieses Gefühl des kindlichen Staunens verkörpert sich auch in “93 billion light years“, wenn sich das Imaginäre mit dem Realen verbindet durch die Verknüpfung von wissenschaftlichen Zeichnungen und Texten einerseits  und Fotografien von Performances, Studiomodellen und Phänomenen in der Landschaft andererseits.