2022 - 2024
(EN)
Jana Hartmann – Tracing the Green
The exhibition ‘Immergrün’ (Evergreen) shows works by Jana Hartmann, "Darmstadt's 13th city photographer".
In her role as visual city chronicler, Hartmann spent over a year exploring the tension between nature and culture. Strolling, experimenting and researching, she repeatedly took new perspectives on the city's green spaces and summarised her observations in pairs or groups of images. In doing so, she avoids one-sided observations, highlights the diversity of urban nature and opens up associative scope.
Hartmann's tongue-in-cheek visual metaphors encourage us to reflect on our ambivalence towards nature, which is manifested not least in the heated debates on the proper handling of neophytes – such as the ubiquitous tree of heaven – and the design of green spaces.
Between tradition and modernity
Historical park views in the exhibition refer to Darmstadt's rich gardening tradition, which continues to shape the cityscape today. Through the references between history and the present, the artist highlights both cultural heritage and the changing times, and questions their compatibility.
Darmstadt's old trees are also witnesses to earlier decades, as we are reminded by the "plant light images" in the exhibition. Hartmann used sunlight to reveal both the permanence and the changes in nature. She exposed historical motifs of Darmstadt trees onto leaves from plants that are rooted in Darmstadt. The so-called "chlorophyll prints" remind us that our cities are part of a large natural cycle and must be designed in harmony with the principles of nature in order to remain alive.
Hartmann invites visitors to explore the poles of our living space – between the natural and the artificial – and to critically question how a balance between nature and urban life can be actively promoted.
Jula-Kim Sieber, Head of Werkbundakademie Darmstadt
(DE)
Jana Hartmann - Dem Grün auf der Spur
Die Ausstellung „Immergrün“ zeigt Arbeiten von Jana Hartmann, der 13. Darmstädter Stadtfotografin.
In ihrer Rolle als visuelle Stadtschreiberin hat Hartmann über ein Jahr lang das Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur erforscht. Flanierend, experimentierend und recherchierend hat sie immer wieder neue Perspektiven auf das Stadtgrün eingenommen und ihre Beobachtungen in Bildpaaren bzw. -gruppen zusammengefasst. Damit vermeidet sie einseitige Betrachtungen, zeigt die Vielfalt urbaner Natur auf und eröffnet assoziative Spielräume.
Hartmanns augenzwinkernde visuelle Metaphern regen dazu an, unsere Ambivalenz im Umgang mit der Natur zu reflektieren, welche sich nicht zuletzt in den hitzigen Debatten zum richtigen Umgang mit Neophyten - wie z.B. dem allgegenwärtigen Götterbaum - sowie zur Gestaltung von Grünflächen manifestiert.
Zwischen Tradition und Moderne
Historische Parkansichten verweisen in der Ausstellung auf die reiche Gartentradition Darmstadts die bis heute das Stadtbild prägen. Durch die Bezüge zwischen Geschichte und Gegenwart verdeutlicht die Künstlerin das kulturelle Erbe und den Zeitenwandel gleichermaßen und fragt nach ihrer Vereinbarkeit.
Zeitzeugen früherer Jahrzehnte sind auch Darmstadts alte Bäume, an die uns in der Ausstellung "Pflanzenlichtbilder" erinnern. Hartmann nutzte das Sonnenlicht, um die Beständigkeit und Veränderungen der Natur gleichermaßen sichtbar zu machen. So belichtete sie historische Motive von Darmstädter Bäumen auf Blättern von Pflanzen, die in Darmstadt verwurzelt sind. Die sogenannten "Chlorophylldrucke" erinnern uns daran, dass unsere Städte Teil eines großen natürlichen Kreislaufes sind und im Einklang mit den Prinzipien der Natur gestaltet werden müssen, um lebendig zu bleiben.
Hartmann lädt die Besucher ein, die Pole unseres Lebensraumes - zwischen Natürlichem und Künstlichem - auszuloten und kritisch zu hinterfragen, wie ein Gleichgewicht zwischen Natur und urbanem Leben aktiv gefördert werden kann.
Jula-Kim Sieber, Vorsitzende der Werkbundakademie Darmstadt