2015 - 2018

 

(EN)   

The observable universe is currently measured at 93 billion light years. Even within that limit, much remains beyond our field of vision.

Still, mankind gazes upward in an attempt to find our bearings with respect to the most fundamental questions:

Where do we come from? What are we a part of? Are we alone in the universe?  

 

Some of the millions of rocky planets in our Milky Way could support life. Between fear and expectation, physics and metaphysics, faith

and skepticism, the idea of intelligent extraterrestrial life has tantalized us for centuries. 

 

In “93 billion light years", I combine studio and landscape photography with archival research at space centers in the US and Europe to explore humanity’s ambivalent relationship with the interstellar unknown, the potential of the uncertain, and our yearning to meet our

neighbors in the astral void.

 

My curiosity about the universe was sparked by a childhood fairy tale about the rescue of a star that had dropped from the sky.

“93 billion light years” embodies that same sense of wonder, marrying the imaginary and the real through a visual practice that incorporates scientific research material and photographies of performances, studio modelings and landscapes. 

  


 

(DE)  

Das beobachtbare Universum bemisst sich derzeit auf 93 Milliarden Lichtjahre. Bereits innerhalb von diesem unermesslich großen Durchmesser stoßen wir an die Grenzen unserer Wahrnehmung. Dennoch oder gerade deshalb richtet die Menschheit ihren Blick nach oben ins Universum, auf der Suche nach Antworten auf die grundlegendsten Fragen: Woher kommen wir? Wovon sind wir ein Teil? Wer oder was existiert neben uns?

 

In unserer Milchstrasse gibt es Millionen von Gesteinsplaneten. Einige von ihnen bieten Umweltbedingungen, welche die Entstehung von Leben -so wie wir es kennen - begünstigen. Zwischen Angst und Erwartung, Physik und Metaphysik, Glaube und Skepsis beschäftigt sich die Menschheit seit Jahrhunderten mit der Idee von außerirdischer Intelligenz.

 

In meinem Werk "93 billion light years" erkunde ich das ambivalente Verhältnis des Menschen zum Ungewissen und das Potenzial des interstellaren Unbekannten, dessen Interpretation unserer Fantasie überlassen bleibt - genau diese Imaginationskraft, welche die Landung des Menschen auf dem Mond und die Existenz außerirdischen Lebens frühzeitig möglich erscheinen ließ. 

 

In meiner Arbeit kombiniere ich meine Fotografien von Landschaften, Performances, Inszenierungen und Studiomodellen mit diversem Recherchematerial aus Raumfahrtforschungszentren in den USA und Europa, welche ich über die letzten Jahre besuchte, -immer auf der visuellen Spurensuche nach der wechselseitigen Beziehung von Erde und All.

 

 

Meine Neugier auf das Universum entspringt einem Märchen ("Jana und der kleine Stern") über die Rettung eines vom Himmel gefallenen Sterns, welches ich in Ihrer Kindheit oft vorgelesen bekam.  Dieses Gefühl des kindlichen Staunens verkörpert sich auch in “93 billion light years“, wenn sich das Imaginäre mit dem Realen verbindet durch die Verknüpfung von wissenschaftlichen Zeichnungen und Texten einerseits und Fotografien von Performances, Studiomodellen und Phänomenen in der Landschaft andererseits.