2017 -

 

(EN) 

"... , but rather some malicious demon of the utmost power and cunning has employed all his energies in order to deceive me. I shall think that the sky, the air, the earth, colours, shapes, sounds and all external things are merely the delusions of dreams which he has devised to ensnare my judgment. ...”

(René Descartes)

 

With life-size, trompe-l'oeil-like representations of landscapes we experience a renaissance of illusionist painting.

 

In my photographic documentation „Die Tür ins Meer" („The Door Into the Sea”), I explore the visual impact of nature-mimicking portrayals that I encountered in public spaces.

 

Scientific studies have shown that a virtual nature experience can have a regenerating effect similar to a walk through real natural scenery.

 

Originally, the term "nature" refers to everything that exists or develops without human intervention. In this day and age, with man more and more profoundly using his transformative powers to tailor his natural environment to his vision, our understanding of nature changed along with our relation to it. How will nature be defined and experienced in the future?

 

In my photographs it becomes apparent how reality and depiction are already merging into surreal experiential realms which are capable of deceiving our senses. Possibly they are harbingers of a world in which virtuality largely superimposes.

 

With the spatial installation of my work "Die Tür ins Meer", I challenge our perception of nature and questioning which elements are needed to feign a nature experience.


 

 (DE)

„…dass ein boshafter Geist, der zugleich höchst mächtig und listig ist, all seine Klugheit anwendet, um mich zu täuschen; ich will annehmen, dass der Himmel, die Luft, die Erde, die Farben, die Gestalten, die Töne und alles Äußerliche nur das Spiel von Träumen ist, wodurch er meiner Leichtgläubigkeit  Fallen stellt…“ 

(René Descartes)

 

Mit lebensgrossen, trompe-l'oeil-artigen Landschaftsdarstellungen erleben wir seit geraumer Zeit eine Renaissance der Illusionsmalerei.

 

Mit meiner fotografischen Dokumentation „Die Tür ins Meer“ gehe ich der Frage nach, welche Wirkung die von mir im öffentlichen Raum vorgefundenen Naturabbildungen auf uns haben.

 

Wissenschaftliche Studien belegen, dass ein virtuelles Naturerlebnis auf den Menschen eine ähnlich regenerierende Wirkung haben kann wie ein Spaziergang durch die tatsächliche Natur.

 

Ursprünglich steht der Begriff „Natur“ für alles, was ohne menschliches Zutun existiert oder sich entwickelt. In einem Zeitalter, in dem der Mensch als wichtigste Gestaltungskraft seine Umwelt immer tiefgreifender nach seinen Vorstellungen transformiert, hat sich unser Verständnis von Natur verändert und damit auch unser Verhältnis zu ihr. Wie wird man in Zukunft Natur definieren und erfahren?

 

In meinen Fotografien wird deutlich, wie Wirklichkeit und Abbild bereits heute zu surreal anmutenden Erfahrungsräumen verschmelzen, welche in der Lage sind, unsere Sinne zu täuschen. Möglicherweise sind sie Vorboten einer Welt, in der Virtualität die Realität weitestgehend überlagert.

 

Mit der räumlichen Installation meiner Arbeit „Die Tür ins Meer“ hinterfrage ich unsere Wahrnehmung von Natur und welcher Elemente es bedarf, um ein Naturerlebnis zu suggerieren.