die tür ins meer

exhibition view @Osthang, Darmstadt, Deutschland, Darmstädter Tage der Fotografie, 2020

"... , but rather some malicious demon of the utmost power and cunning has employed all his energies in order to deceive me. I shall think that the sky, the air, the earth, colours, shapes, sounds and all external things are merely the delusions of dreams which he has devised to ensnare my judgment. ...”

(René Descartes)

 

2017 - ongoing

 

(EN)

In „die tür ins meer“ (the door into the sea), Jana Hartmann explores the worldwide phenomenon of life-size depictions of nature scenes that are deliberately placed in public spaces. What is their role and impact? Are they a mere cosmetic mitigation of undesirable sceneries or a manifestation of a deep yearning for nature in an increasingly anthropogenic environment?

 

By focusing on the intersection of two-dimensional fictitious natural sceneries and their real-life surroundings, the artist lifts the veil of the "landscape make-up" and the illusion of a natural environment crumbles.

Hartmann’s work is scrutinizing the components required to trick our senses into a credible experience of nature.

 

In a world where images increasingly shape our perception, the trompe-l'oeil-like representations may be harbingers of virtuality progressively superseding reality – potentially rendering preservation of our real nature obsolete.

 

exhibition view @Osthang, Darmstadt, Deutschland, Darmstädter Tage der Fotografie, 2020

exhibition view@Institut Francais Düsseldorf, Deutschland, group exhibition "NATURE FUTURE", 2022

exhibition view@Projektraum AtelierFrankfurt, Frankfurt am Main, Deutschland, group exhibition "Transforming Taste", 2020

exhibition view@Open Studios AtelierFrankfurt, Frankfurt am Main, Deutschland, 2019

exhibition view@Projektraum AtelierFrankfurt, Frankfurt am Main, Deutschland, group exhibition "Transforming Taste", 2020

exhibition view@KAMPA Park, Prague, Czech Republic, group exhibition "NATURE FUTURE", 2022

 

 (DE)

„…dass ein boshafter Geist, der zugleich höchst mächtig und listig ist, all seine Klugheit anwendet, um mich zu täuschen; ich will annehmen, dass der Himmel, die Luft, die Erde, die Farben, die Gestalten, die Töne und alles Äußerliche nur das Spiel von Träumen ist, wodurch er meiner Leichtgläubigkeit  Fallen stellt…“ 

(René Descartes)

 

In "die tür ins meer" untersucht Jana Hartmann das weltweit anzutreffende Phänomen lebensgroßer Naturdarstellungen, die bewusst im öffentlichen Raum platziert wurden. Welche Rolle und Wirkung haben sie? Sind sie eine rein kosmetische Korrektur unerwünschter Szenerien oder Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach Natur in einer zunehmend anthropogenen Umwelt?

 

Indem sie den Fokus auf die Verschränkung der zweidimensionalen fiktiven Naturlandschaften mit ihren realen Umgebungen richtet, lüftet die Künstlerin den Schleier des "Landschafts-Make-ups" und die Illusion einer natürlichen Umgebung bröckelt.

 

Die Künstlerin hinterfragt unsere Naturwahrnehmung und erforscht gleichzeitig die Elemente, die notwendig sind, um unseren Sinnen eine glaubwürdige Naturerfahrung vorzugaukeln.

 

Bilder durchdringen und bestimmen zunehmend unsere Welt. Möglicherweise sind die trompe-l'oeil-artigen Darstellungen der Natur Vorboten einer Welt, in der die Virtualität die Realität zunehmend überlagert. Wie wird dieser Trend unsere Wertschätzung und unser Engagement für die natürliche Umwelt beeinflussen?