„…dass ein boshafter Geist, der zugleich höchst mächtig und listig ist, all seine Klugheit anwendet, um mich zu täuschen; ich will annehmen, dass der Himmel, die Luft, die Erde, die Farben, die Gestalten, die Töne und alles Äußerliche nur das Spiel von Träumen ist, wodurch er meiner Leichtgläubigkeit  Fallen stellt…“ 

(René Descartes)

2017-

 

(EN) 

With life-size, trompe-l'oeil-like representations of nature we experience a renaissance of illusionist painting.

 

In her photographic documentation „Die Tür ins Meer" („The Door Into the Sea”), the artist Jana Hartmann explores the visual impact of nature-mimicking portrayals that she encountered in public spaces.

 

Scientific studies have shown that a virtual nature experience can have a regenerating effect similar to a walk through real natural scenery.

 

Originally, the term "nature" refers to everything that exists or develops without human intervention. In this day and age, with man more and more profoundly using his transformative powers to tailor his natural environment to his vision, our understanding of nature changed along with our relation to it. How will nature be defined and experienced in the future?

 

In Hartmann's photographs it becomes apparent how reality and depiction are already merging into surreal experiential realms which are capable of deceiving our senses. Possibly they are harbingers of a world in which virtuality largely superimposes.

 

With the spatial installation of her work "Die Tür ins Meer", Jana Hartmann challenges our perception of nature and which elements are needed to feign a nature experience.

 

 

(DE)

Mit lebensgrossen, trompe-l'oeil-artigen Darstellungen der Natur erleben wir seit geraumer Zeit eine Renaissance der Illusionsmalerei.

 

Mit ihrer fotografischen Dokumentation „Die Tür ins Meer“ geht die Künstlerin Jana Hartmann der Frage nach, welche Wirkung die von ihr im öffentlichen Raum vorgefundenen Naturabbildungen auf uns haben.

 

Wissenschaftliche Studien belegen, dass ein virtuelles Naturerlebnis auf den Menschen eine ähnlich regenerierende Wirkung haben kann wie ein Spaziergang durch die tatsächliche Natur.

 

Ursprünglich steht der Begriff „Natur“ für alles, was ohne menschliches Zutun existiert oder sich entwickelt. In einem Zeitalter, in dem der Mensch als wichtigste Gestaltungskraft seine Umwelt immer tiefgreifender nach seinen Vorstellungen transformiert, hat sich unser Verständnis von Natur verändert und damit auch unser Verhältnis zu ihr. Wie wird man in Zukunft Natur definieren und erfahren?

 

In Hartmanns Fotografien wird deutlich, wie Wirklichkeit und Abbild bereits heute zu surreal anmutenden Erfahrungsräumen verschmelzen, welche in der Lage sind, unsere Sinne zu täuschen.

 

Möglicherweise sind sie Vorboten einer Welt, in der Virtualität die Realität weitestgehend überlagert.

 

Mit der räumlichen Installation ihrer Arbeit „Die Tür ins Meer“ hinterfragt Jana Hartmann unsere Wahrnehmung von Natur und welcher Elemente es bedarf, um ein Naturerlebnis zu suggerieren.