„…dass ein boshafter Geist, der zugleich höchst mächtig und listig ist, all seine Klugheit anwendet, um mich zu täuschen; ich will annehmen, dass der Himmel, die Luft, die Erde, die Farben, die Gestalten, die Töne und alles Äußerliche nur das Spiel von Träumen ist, wodurch er meiner Leichtgläubigkeit  Fallen stellt…“ 

(René Descartes)

(EN) The subject of the photographic work "die tür ins meer" are life-size, trompe-l'œil-like representations in public space.

Most of them show realistic yet illusionistic motifs of nature.

 

Research shows that a virtual experience of nature has the same regenerating effect on humans as an actual walk through nature. So how does our perception of nature work?  Which elements do we need to feel in nature? 

 

Originally, nature is everything that exists or develops without human intervention. In an age in which man, as the most important creative force on earth, is increasingly transforming nature according to his ideas, our understanding of nature has changed and with it our relationship to it. Will we increasingly experience nature in the future only as a pictorial depiction?

 

Photography, which has always dealt with the question: "What is reality?", is the most suitable medium for artistically approaching these optical illusions. Due to conscious framing the boundaries between reality and image become blurred, creating a seemingly grotesque field of tension.

 

 

(DE) Gegenstand der fotografischen Arbeit “Die Tür ins Meer“ sind lebensgroße, trompe-l’œil-artige Darstellungen im öffentlichen Raum. Zumeist zeigen diese realitätsgetreue, aber dennoch illusionistische Naturmotive.

 

Forschungen zeigen, dass ein virtuelles Naturerlebnis auf Menschen ähnlich regenerierend wirkt wie ein tatsächlicher Gang durch die Natur. Wie also funktioniert unsere Wahrnehmung von Natur?  Welcher Elemente bedarf es, um sich in der Natur zu fühlen? 

 

Ursprünglich ist Natur alles, was ohne Zutun des Menschen existiert oder sich entwickelt. In einem Zeitalter, wo der Mensch als mittlerweile wichtigste Gestaltungskraft auf der Erde die Natur immer mehr nach seinen Vorstellungen transformiert, hat sich unser Verständnis von Natur verändert und damit auch unser Verhältnis zu ihr. Werden wir zukünftig Natur also immer öfter nur als Abbild ihrer selbst erleben?

 

Die Fotografie, die sich von jeher mit der Frage: „Was ist Wirklichkeit?“ beschäftigt, ist das geeignetste Medium, um sich künstlerisch diesen optischen Täuschungen zu nähern. In den gewählten Bildausschnitten verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Abbild und lassen dabei ein nahezu grotesk anmutendes Spannungsfeld entstehen.